KNX Netzteil: Busnetzteil, 24 V und LED-Steuerung

Eine KNX-Installation wird an zwei getrennten Stellen mit Strom versorgt: der KNX-Bus selbst und die Feldgeräte wie Aktoren, Leuchten oder Sensoren. Für den Bus ist ein spezielles Netzteil nötig, das sich von einem gewöhnlichen 24-V-Gerät unterscheidet. Welches Netzteil braucht eine KNX-Installation? Dieser Beitrag beschreibt, wie die Busversorgung funktioniert und welche Mean-Well-Komponenten die einzelnen Aufgaben übernehmen.

Merksatz: Der KNX-Bus wird über ein dediziertes 30-V-Netzteil mit integrierter Drossel versorgt. Ein normales 24-V-Netzteil kann den Bus nicht speisen.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Produktinformationen und ersetzt keine projektbezogene Planung. Maßgeblich sind die technischen Daten im jeweiligen Datenblatt.

Warum der KNX-Bus ein eigenes Netzteil braucht

Auf der KNX-Busleitung liegen Versorgungsspannung und Datentelegramme gemeinsam auf demselben Aderpaar. Damit das Netzteil die Telegramme nicht kurzschließt, enthält ein KNX-Busnetzteil eine integrierte Drossel, die die Gleichspannung vom Signal entkoppelt. Die Ausgangsspannung beträgt 30 V DC. Ein Standard-24-V-Netzteil besitzt diese Drossel nicht und ist deshalb nicht für die Busversorgung vorgesehen. Die KNX-Netzteile der E-Serie sind als Hutschienen-Geräte ausgeführt, IP20 für den Innenbereich, und nach EN 50491 und EN 61558 zertifiziert.

Busnetzteil: 640 mA oder 1280 mA

KNX-Busnetzteile werden nach dem bereitgestellten Busstrom unterschieden. Die Anzahl der versorgbaren Teilnehmer ergibt sich aus diesem Busstrom und dem Busstrombedarf der einzelnen Geräte. Das KNX-40E-1280 ist zusätzlich als dimmbare Variante (KNX-40E-1280D) erhältlich.

Modell Leistung Ausgang Busstrom
KNX-20E-640 19,2 W 30 V DC 640 mA
KNX-40E-1280 38,4 W 30 V DC 1280 mA
KNX-40E-1280D (dimmbar) 38,4 W 30 V DC 1280 mA

Betriebsspannung für Feldgeräte: 24 V aus der Hutschiene

Neben dem Bus benötigen viele Geräte eine eigene Betriebs- oder Hilfsspannung, üblicherweise 24 V DC. Dafür kommen Standard-Hutschienen-Netzteile zum Einsatz, etwa die schlanken HDR- und MDR-Serien. Werden weitere Spannungen wie 12 V oder 5 V benötigt, erzeugt ein DC/DC-Wandler diese aus der 24-V-Ebene. Diese Geräte versorgen die Verbraucher, nicht den KNX-Bus.

Zu den Serien: HDR-Serie und MDR-Serie sowie die DC/DC-Wandler. Ein Vergleich der Hutschienen-Serien findet sich im Beitrag HDR, MDR & NDR im Vergleich.

LED-Steuerung über KNX: die PWM-KN-Treiber

Für dimmbare LED-Beleuchtung, die direkt über KNX-Telegramme gesteuert wird, gibt es LED-Netzteile mit integrierter KNX-Schnittstelle. Die PWM-KN-Serie arbeitet mit konstanter Spannung und PWM-Dimmung und ist in 12 V, 24 V und 48 V erhältlich.

Modell Leistung Ausgang
PWM-60-24KN 60 W 24 V
PWM-120-12KN 120 W 12 V
PWM-200-24KN 199,2 W 24 V
PWM-200-48KN 200,1 W 48 V

Aktoren, Gateways und Schnittstellen

Die Steuerungsebene wird durch weitere KNX-Komponenten ergänzt: Universal- und Dimm-Aktoren (KAA-Serie), ein KNX-DALI-Gateway (DLC-02-KN) für die Anbindung von DALI-Leuchten, ein USB-Interface zur Inbetriebnahme (KSI-01U) sowie ein KNX-IP-Router (KSR-01IP) für die Kopplung mit IP-Netzwerken. Diese Geräte werden überwiegend aus dem Bus oder mit eigener Betriebsspannung versorgt.

Überblick: die Ebenen einer KNX-Stromversorgung

Eine KNX-Anlage umfasst damit typischerweise drei Versorgungsebenen: das 30-V-Busnetzteil mit integrierter Drossel für den KNX-Bus, eine 24-V-Betriebsspannung aus der Hutschiene für Feldgeräte und – bei Beleuchtung – KNX-fähige LED-Treiber der PWM-KN-Serie. Aktoren, Gateways und Schnittstellen bilden die Steuerungsebene.

Alle genannten Komponenten finden Sie gebündelt bei den Mean Well KNX-Komponenten für die Gebäudeautomation. Bei Fragen zur Auswahl kontaktieren Sie uns.

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